ADS

Das Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom (ADS)

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Unter ADS, dem Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom, versteht man ein unaufmerksames und unkonzentriertes Verhalten, welches über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hinweg in ähnlicher Weise und in verschiedenen Lebensbereichen (häusliches Umfeld / Kindergarten / Schule) immer wieder in Erscheinung tritt.

Im Hinblick auf das ADS unterscheidet man drei verschiedene Formen:

  1. Das Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom ohne Hyperaktivität (ADS), welches unaufmerksame, träumende Kinder umfasst.
  2. Das Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS), welches unaufmerksame und impulsive Kinder umfasst.
  3. Eine Mischform aus ADS und ADHS.

Je nachdem welche Form des ADS vorliegt, erweckt es manchmal den Anschein, dass diese Kinder keine Erziehung genossen haben, somit ein Erziehungsdefizit vorliegt. Dies genau ist die Schwierigkeit. Mittels einer so genannten Ausschlussdiagnostik versucht man eine genaue Diagnosestellung zu erzielen. Dies ist nicht immer einfach und gehört in die Hände erfahrener Kinder- und Jugendpsychologen oder aber in die Hände von Kinderärzten, die sich auf die Thematik spezialisiert haben. Nur bei eindeutiger Diagnose kann zielstrebig und angemessen therapiert werden. Demzufolge gehören zu einer Diagnosestellung verschiedene Bereiche.

Dies ist zunächst die Befragung der Eltern, sowie der ErzieherInnen, bzw. LehrerInnen. Hinzu gehört auch die Erstellung eine psychologischen Gutachten des Kindes, sowie die ärztliche Diagnostik, welche neben einer körperlichen Untersuchung zum Ausschluss primär organischer Probleme auch gewisse ähnlich verlaufende Erkrankungen ausschließen, bzw. Begleiterkrankungen erkennen soll.

Die Ursache für das Auftreten eines ADS liegt nach derzeitigem Forschungsstand in einer veränderten Funktionsweise des Gehirns, wodurch eintreffende Reize nicht hinsichtlich wichtig und unwichtig unterschieden werden können. Die Reizweiterleitung der Nervenzellen im Gehirn, die über so genannte Botenstoffe geschieht weicht somit von der Norm ab. Aus diesem Grund wird häufig auch medikamentös therapiert und zwar mit Medikamenten, die die Ausschüttung jener Botenstoffe hemmen, die zu zahlreich vorhanden sind.

Sobald die Ursache erkannt und die Erkrankung möglichst eindeutig diagnostiziert wurde, sollte mit einer individuell auf die Symptome des Kindes abgestimmte Therapie ansetzen. Dies ist deshalb so wichtig, weil jede Form des ADS eine eigene, individuelle ist. Das bedeutet: Jedes Kind kann unter unterschiedlichen Symptomen und Begleiterscheinungen leiden, so dass aus den verschiedenen Therapieformen die für das Kind am besten geeigneten Therapiemöglichkeiten zu einem gesamten Therapieplan zusammengestellt werden sollten. Schon hier erkennt man, dass beispielsweise die medikamentöse Therapie alleine niemals den entsprechenden Erfolg aufweisen wird. Es gibt verschiedene Gruppierungen von Therapieformen, die im Falle einer ADS – Therapie in Frage kommen. Unterschieden werden:

  • Die medikamentöse Therapie des ADS
  • Die psychotherapeutische und heilpädagogische Therapie des ADS
  • Die Ernährungstherapie des ADS

Egal welche Therapieformen miteinander im Einzelfall miteinander kombiniert werden: Mit jeder Therapie ist auch ein konsequentes erzieherisches Handeln aller an der Erziehung beteiligten Personen verbunden. Vor allen Dingen von den Eltern – aber auch von der Familie als solches – wird sehr viel abverlangt, wodurch neben verschiedenen psychotherapeutischen und heilpädagogischen Therapieformen, die für das ADS – Kind gedacht sind, unter Umständen auch Paar- und Familientherapien angedacht werden sollten um die Situation als solches meistern zu können.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: ADS.